Spiritualität in der Medizin

Geschrieben von ld am .

Die Senioren für Senioren (S+S) Steffisburg widmeten den Novemberanlass dem Thema Spiritualität in der Medizin. Mit Lukas Stuck konnte ein Referent gefunden werden, der dieses Thema kennt. Lukas Stuck ist Pfarrer in der reformierten Kirchgemeinde Zofingen. Daneben arbeitet er als Doktorand bei Professorin Isabelle Noth an der Universität Bern und ist Mitglied der Forschungsgruppe Spiritual Care sowie der International Association of Spiritual Care. Seine Dissertation trägt den Titel Spiritual Care bei Menschen mit Demenz.

Was noch vor wenigen Jahren unvorstellbar schien, ist heute Realität: In der Medizin und in der Pflege ist der Begriff Spiritualität gängig. Fragen nach dem Geist, nach dem Sinn und nach Heilung waren lange aus der modernen Medizin verbannt. Nur die Seelsorge kümmerte sich darum. Heute werden sie sogar auf wissenschaftlicher Ebene diskutiert. In Zürich, Basel und Bern gibt es universitäre Lehrstühle und Studiengänge für das neue Fach Spiritual Care. Es gibt offensichtlich ein neues Interesse für die spirituelle Dimension in der Medizin. Kann Spiritualität helfen in der Krankheit und im Sterben? Was kann man sich konkret unter Spiritual Care vorstellen? Und wie verändert diese Entwicklung unsere Heime und Spitäler in der Schweiz? Diesen Fragen ging Lukas Stuck in seinem Vortrag nach. Die gegen fünfzig anwesenden Personen konnten unter anderem zur Kenntnis nehmen, dass Spiritualität im Gegensatz zur Medizin keine exakte Wissenschaft ist. Schon vor vielen Jahren bedienten sich sogenannte Medizinmänner der Spiritualität und halfen so den zum Teil todkranken Menschen. Sehr interessante Ansätze gab es auch im Bereich von Studien mit klar definierten Personengruppen. Ein Beispiel: Warum werden generell Nonnen gut und glücklich älter und dies bis zu ihrem Tod? Weiter wurde auch aufgezeigt, wie wichtig spirituelle Betreuung von kranken Menschen ist. Der Vortrag hat die Anwesenden interessiert und gefesselt, dies konnte anhand der vielen Fragen im Anschluss an das Referat festgestellt werden.

Senioren für Senioren
Die Senioren für Senioren (S+S) sind kein Verein, erheben keine Mitgliederbeiträge und kommen im Jahr vier bis fünf Mal zusammen. S+S ist eine politisch und konfessionell neutrale und unabhängige Interessentengruppe für Senioren und befasst sich mit einem breiten Spektrum von Fragen und Netzwerkmöglichkeiten für Leute im Alter. Die Aktivitäten und Aufgaben von S+S erfolgen im Rahmen der Vorgaben der Fachkommission für Seniorenfragen und basieren auf dem Altersleitbild 2016 der Einwohnergemeinde Steffisburg sowie den angeschlossenen Gemeinden im linken Zulgtal. Das Leitbild kann bei den Gemeinden bezogen oder auf der Homepage www.senioren-steffisburg.ch eingesehen werden. Weitere Informationen zu den Aktivitäten von S+S sind bei Ludwig Dudler, Steffisburg unter der Telefonnummer 033 438 36 65 oder via Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erhältlich.